Fachartikel zu Magerluftanlagen in der CITplus

Die CITplus / Chemanager veröffentlicht einen Fachartikel über Magerluftanlagen. Der Artikel ist ebenfalls auf chemanager-online.de erschienen.

Hier ein kurzer Abstract:

Magerluft

Hersteller von Kunstharzen für Lacke und Farben verwenden künstlich hergestellte „Luft“ mit geringerem Sauerstoffanteil zur Versorgung der Lösemittelkessel. Bei der Herstellung wird das Produkt aus Sicherheitsgründen über weite Strecken mit reinem Stickstoff ummantelt. Manche Produktionsschritte benötigen zur Reaktion Sauerstoff. Der Sauerstoffanteil der Reaktionsatmosphäre muss unbedingt sicher unter einer definierten Grenzkonzentration bleiben, damit die untere Explosionsgrenze nicht überschritten wird. Technische Luft (Druckluft) oder Sauerstoff (O2) wird dabei mit Stickstoff (N2) gemischt, so dass Magerluft mit einer sicheren und konstanten Sauerstoffkonzentration erzeugt und verwendet wird.

Nicht nur die Produktqualität, sondern auch die Sicherheit ist von der Einhaltung des vorgegebenen Sauerstoffanteils abhängig, da die Überschreitung der maximal erlaubten Sauerstoffkonzentration zu Verpuffungen und in deren Folge zu schweren Unfällen führen kann.

Die Einflüsse Qualität, Sicherheit und Verfügbarkeit sind für Prozessanlagen-Betreiber signifikant!

In Bezug auf Magerluftanlagen bedeutet dies:

  1. Qualität: Einhaltung der definierten Sauerstoffkonzentration -> gleichbleibende Produktqualität
    Die Gasgemischqualität und damit der Produktqualität wird durch die Wahl der Anlagentechnik beeinflusst. Gasgemischqualität kann durch die Reproduzierbarkeit ausgedrückt werden. Dabei erreichen üblicher Weise manuell geregelte, Gasmischanlagen +/- 0,5% und automatisch geregelte, Gasmischanlagen +/- 0,2%.
  2. Sicherheit: Sichere Verhinderung von Überschreitung der festgelegten Sauerstoffkonzentration -> keine Explosionsgefahr und Gewährleistung der Sicherheit nachgeschalteter Prozess-Anlagen durch Einhaltung der definierten Sauerstoffkonzentration
    Diese Sicherheit wird gewährleistet durch das Überwachungssystem Gasanalysator – Ausgangsabschaltung – Ausblaseleitung-Magnetventil. Eine Safety-Integrety-Level (kurz SIL) Analyse kann die funktionale Sicherheit nochmals erhöhen. Entsprechend dieser Festlegung werden dafür geeignete Baugruppen ausgewählt, verschaltet und durch regelmäßige Überprüfung die Sicherheit gewährleistet.
  3. Verfügbarkeit: Ausfallplan -> Sicherstellung der Verfügbarkeit
    Der finanzielle Einfluss der Nicht-Verfügbarkeit von Magerluftanlagen ist oft signifikant. Kosten für Produktionsausfall und zur Störungsbeseitigung lassen sich abschätzen und durch einen Ausfallplan vermeiden. Zur vorbeugenden Erhöhung der technischen Zuverlässigkeit werden daher folgende Konzepte standardmäßig in der Industrie, meist in Abhängigkeit verfügbarer Budgets und der bewerteten Ausfallrisiken, genutzt:
    – Bypass
    – Backup
    – Redundanz

Fazit

Durch abgestufte Maßnahmen lassen sich die Anforderungen des Betreibers an Qualität, Sicherheit und Verfügbarkeit individuell definieren und so eine angepasste Magerluftanlage auslegen.

 

Lesen Sie den gesamten Artikel hier.

Weitere Fragen beantwortet Ihnen:

Alexander C. Hanf,
Geschäftsführer LT Gasetechnik
a.hanf@lt-gasetechnik.com
Tel: +49 231 9610700