Gasmischanlagen für die Energiewende

Prozesswärme dekarbonisieren mit Ihren bestehenden Brennern

Die Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme erfordert Lösungen, die heute funktionieren, nicht erst, wenn eine flächendeckende Wasserstoffinfrastruktur verfügbar ist. LT GASETECHNIK entwickelt und fertigt Gasmischanlagen, die drei praxiserprobte Wege zur CO₂-Reduktion eröffnen:

Alle drei Lösungswege nutzen Ihre vorhandene Brennerinfrastruktur, ohne Brennertausch und ohne Produktionsunterbrechung.

Welcher Lösungsweg passt zu Ihrem Prozess?

Beschreiben Sie uns Ihre Rahmenbedingungen – unsere Ingenieure beraten Sie zu einer, für Ihren Standort technisch und wirtschaftlich sinnvollen, Lösung.

Warum ist eine vollständige Umstellung auf Wasserstoff für viele Betriebe herausfordernd?

Prozesswärme macht etwa zwei Drittel des industriellen Energieverbrauchs aus und ist damit ein zentraler Hebel für die Erreichung der Klimaneutralität. Gleichzeitig stehen viele Betriebe vor erheblichen Hürden: Grüner Wasserstoff steht bislang nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, und die nötige Leitungsinfrastruktur befindet sich erst im Aufbau.

Wasserstoff ist vergleichsweise teuer (Stand Anfang 2026:)
H2:        ~15 – 27 ct/kWh zzgl. Logistik
Erdgas: ~ 5 – 7 ct/kWh incl. Netzentgelten und CO2-Preis
LPG:     ~ 8–10 ct/kWh zzgl. Logistik

Aber CO₂-Zertifikatspreise steigen: Ab 2026 55 bis 65 €/t CO₂ (Übergangsphase zum EU-ETS2), bis 2030 werden je nach Prognosemodell 100 – 250 €/t CO₂ erwartet. Dies erhöht den wirtschaftlichen Druck, dennoch schon jetzt zu handeln.

Hinzu kommen die grundlegend anderen Verbrennungseigenschaften von Wasserstoff: H₂ besitzt Entflammbarkeitsgrenzen von 4 bis 75 Vol.-% (gegenüber 5,3 bis 15 Vol.-% bei Methan), eine mehrfach höhere (typische Faktoren 4–6) laminare Flammengeschwindigkeit und eine höhere adiabatische Flammentemperatur mit NOₓ-Bildungspotenzial. Reiner Wasserstoff erfordert deshalb angepasste Brenner, erweiterte Sicherheitskonzepte und eine grundlegend andere Anlagentechnik. Meist sind durch den Brenner Einspeisegrenzen von bis zu 20 Vol.-% H₂ definiert.

Auch die Logistik spricht eine deutliche Sprache: Per Trailer lassen sich weniger als 1 t Wasserstoff transportieren, bei LPG hingegen rund 20 t. Zwar liegt der gravimetrische Energieinhalt von Wasserstoff mit 33,33 kWh/kg höher als bei Propan, doch Brenner arbeiten volumetrisch, nicht gravimetrisch. Bezogen auf das Volumen besitzt Propan den achtfachen Heizwert von Wasserstoff. In der Praxis liefert ein LPG-Trailer rund 280 MWh Energie, ein H₂-Trailer lediglich rund 36 MWh – weniger als ein Achtel. Für die industrielle Versorgung im 24/7-Betrieb ergeben sich daraus erhebliche logistische Unterschiede und Anwohnerbelastungen.

Gefragt sind deshalb Lösungen, die bestehende Investitionen schützen, CO₂-Emissionen sofort reduzieren und sich an die steigende Wasserstoffverfügbarkeit anpassen lassen, ohne hohe Investitionen, Produktionsstillstände oder technische Risiken.

Lösungsweg 1: H₂-Beimischung in Erdgas – schrittweise Dekarbonisierung mit einstellbarem Wasserstoffanteil

Die H₂-Beimischung in Erdgas ist der direkteste Weg, Wasserstoff als Energieträger in bestehenden Brennerinstallationen zu nutzen. Eine Gasmischanlage von LT GASETECHNIK dosiert Wasserstoff präzise in den Erdgasstrom und erzeugt ein Mischgas mit definiertem H₂-Anteil. Der Wasserstoffanteil lässt sich je nach Brennerfreigabe, Verfügbarkeit und Prozessanforderung stufenlos einstellen.

Kompatibilität mit bestehenden Brennern: In vielen industriellen Anwendungen können vorhandene Brenner und Thermoprozessanlagen Gasgemische mit bis zu 20 Vol.-% Wasserstoff verarbeiten, in Einzelfällen sogar bis zu 30 Vol.-%. Düsenwechsel, Umstellung von Regelventilen oder Anpassungen der Feuerungssteuerung entfallen bei diesen Beimischungsquoten.

Regelung und Gasqualität: Die Gasmischanlagen erreichen eine Mischgenauigkeit von besser als ±0,5 Vol.-% (wenn gewünscht auch bis zu ±0,2 Vol.-%) vom Endwert. Integrierte Gasanalysatoren erfassen kontinuierlich H₂-Anteil, Brennwert und Wobbe-Index. Die Regelung kombiniert eine vorgelagerte Verhältnissteuerung mit einer nachlaufenden Wobbe-Regelung zur Feinjustierung. Das Ergebnis ist eine reproduzierbare Gasqualität auch unter dynamischen Lastwechseln. Sämtliche Gasmischanlagen können in übergeordnete Leitsysteme integriert werden.

Leistungsbereich und Zukunftssicherheit: LT GASETECHNIK hat bereits Gasmischanlagen für die H₂-Beimischung in Erdgas im Leistungsbereich von 10 bis über 3.000 Nm³/h (ca. 35 MWh/h) realisiert. In 20 Anlagen wird diese Mischung bereits heute praktiziert oder erprobt. Steigt die Wasserstoffverfügbarkeit, lässt sich der H₂-Anteil ohne Anlagenneubau erhöhen. Sinkt die H2-Nutzung, kann weniger oder kein H2 beigemischt werden.

Vorteile der H₂-Beimischung auf einen Blick

Stufenlos einstellbar

Der H₂-Anteil lässt sich je nach Konzept von 0 bis 20 Vol.-% bis zu 0 bis 100 Vol.-% stufenlos an Brennerfreigabe und Verfügbarkeit anpassen.

Reproduzierbare Gasqualität

Mischgenauigkeit besser als ±0,5 Vol.-% vom Endwert durch vollautomatische Regelung von H₂-Anteil, Brennwert und Wobbe-Index.

H₂-ready

Steigt die Wasserstoffverfügbarkeit, lässt sich der H₂-Anteil ohne Anlagenneubau erhöhen.

Lösungsweg 2: Wie wird regeneratives Propan (rLPG) zum CO₂-freien Erdgasersatz?

Regeneratives Propan (rLPG), auch Bio-LPG, Biopropan oder Bio-Propan genannt, ist chemisch identisch mit konventionellem Propan und wird aus nachwachsenden Rohstoffen oder auch als Nebenprodukt der Biodieselproduktion gewonnen. Als 100 % rLPG ist es von den EU-ETS-Abgaben befreit und ermöglicht einen vollständig CO₂-freien Erdgasersatz für bestehende Brennerinstallationen.

So funktioniert die Abmagerung: Der untere Heizwert von Propan liegt bei 25,48 kWh/m³, der von Erdgas (H-Gas) bei rund 10,5 kWh/m³. Um Propan in Erdgasbrennern einsetzen zu können, muss dieser höhere Brennwert gezielt abgesenkt werden. Eine LPG/Luft-Mischanlage von LT GASETECHNIK magert verdampftes flüssiges Propan durch Beimischung von Luft ab, im Verhältnis von etwa 53 % Propan zu 47 % Luft. Das resultierende synthetische Erdgas (SNG) weist nahezu identische Verbrennungseigenschaften wie Erdgas auf: Wobbe-Index, Flammengeschwindigkeit und Zündverhalten entsprechen Erdgasniveau. Ein Online-Gasanalysator überwacht den Brennwert kontinuierlich und regelt die Gasmischanlage auf den vorgegebenen Sollwert. Bestehende Brenner, Rohrleitungssysteme und Regelventile können ohne Anpassung weiterbetrieben werden. Die Sicherheit bei der nicht unkritischen Mischung von Propan mit Luft wird durch verschiedene Maßnahmen  als Ergebnis der HAZOP sichergestellt, unter anderem durch den Einsatz eines SIL 2 Gasanalysators zur Sauerstoffüberwachung im Gasgemisch.

Leistungsbereich: LT GASETECHNIK hat LPG/Luft-Mischanlagen als Erdgasersatz im Leistungsbereich von 0,5 bis 70 MW realisiert. Als Einzelanlage sind Lösungen bis zu 12.000 m³/h Erdgasäquivalent möglich. Betreiber setzen auf Redundanz bei der Verwendung mehrerer, den Prozessanlagen zugeordneten, Gasmischanlagen.

Wirtschaftliche Vorteile: Propan wird weltweit gehandelt, ist per Tankwagen oder Kesselwagon anlieferbar und unterliegt nicht den Preisschwankungen des leitungsgebundenen Erdgasmarktes. Das synthetische Erdgas aus rLPG bietet neben CO2-Freiheit Preisstabilität und Versorgungssicherheit, unabhängig von Netzanschluss und Gasmarktvolatilität. Weitere Einsatzszenarien umfassen Backup-Lösungen bei Erdgasversorgungsunterbrechungen, Einsatz außerhalb eines Erdgas-Kernnetzes, sowie Peak-Shaving zur Spitzenlastabdeckung, mit Schnellstart in unter einer Minute aus dem Stand-by.

Vorteile des CO₂-freien Erdgasersatzes auf einen Blick

100 % CO₂-frei

rLPG mit Luft erzeugt einen vollständig CO₂-freien Erdgasersatz, als 100 % rLPG von den EU-ETS-Abgaben befreit.

Versorgungssicherheit

Propanversorgung per Tankwagen, unabhängig vom Erdgasnetz, mit Schnellstart in unter einer Minute als Backup bei Erdgasengpässen.

Preisstabilität

rLPG unterliegt nicht den Schwankungen des Erdgasmarktes und der CO₂-Bepreisung, kalkulierbare Energiekosten im Langzeitbetrieb.

Lösungsweg 3: Biogas mit rLPG auf Erdgasqualität anreichern

Biogas besitzt einen deutlich geringeren Brennwert als Erdgas. Um Biogas als vollwertigen Erdgasersatz in bestehenden Brennerinstallationen einzusetzen, muss sein Brennwert gezielt auf Erdgasniveau angehoben werden.

So funktioniert die Anreicherung: Eine Gasmischanlage von LT GASETECHNIK reichert Biogas mit regenerativem Propan (rLPG) an. Der hohe Brennwert des Propans (25,48 kWh/m³) hebt den niedrigen Brennwert des Biogases exakt auf den Sollwert des vorhandenen Erdgases an. Ein integrierter Gasanalysator überwacht den Brennwert kontinuierlich online. Die Gasmischanlage regelt automatisch auf den vorgegebenen Sollwert, auch bei schwankender Biogas-Qualität.

CO₂-Bilanz: Wird 100% CO2 neutrales rLPG als Anreicherungskomponente eingesetzt, ist das resultierende Gasgemisch vollständig CO₂-frei. Bestehende Brenner, Rohrleitungen und Regelventile können ohne Anpassung weiterbetrieben werden, da das Gemisch in seinen Verbrennungseigenschaften Erdgas entspricht.

Dieser Ansatz eignet sich besonders für Unternehmen, die über Biogas verfügen oder regional verfügbares Biomethan nutzen und den verbleibenden Brennwert-Abstand zu Erdgas durch (Bio-)Propan ausgleichen möchten. LT GASETECHNIK legt jede Biogas/rLPG-Mischanlage individuell auf Biogas-Qualität und Prozessanforderungen aus.

Vorteile der Biogas-Anreicherung auf einen Blick

Biogas aufwerten

Eigenes oder regional verfügbares Biogas wird durch Propan-Anreicherung zum vollwertigen Erdgasersatz für bestehende Brenner.

Schwankungen ausgleichen

Ein integrierter Gasanalysator kompensiert variierende Biogas-Zusammensetzungen vollautomatisch auf den Erdgas-Sollwert.

CO₂-neutral

Mit rLPG als Anreicherungskomponente ist das resultierende Gasgemisch vollständig CO₂-frei, ohne Einschränkungen für den Prozess.

Wo kommen Gasmischanlagen für die Energiewende zum Einsatz?

Gasmischanlagen von LT GASETECHNIK sind in zahlreichen industriellen Anwendungsfeldern im Einsatz. In der Stahl-, Glas- und Keramikindustrie erzeugen sie Gasgemische für Erwärmungs-, Glüh-, Schmelz- und Trocknungsprozesse mit typischen Volumenströmen von 10 bis 12.000 Nm³/h. Entscheidendes Kriterium für Großverbraucher ist die schnelle Anpassung an wechselnde Anforderungen bei konstanter Mischgasqualität.

Brennerprüfinstitute und Hersteller von Gasgeräten nutzen die Gasmischanlagen, um unterschiedliche Erdgasqualitäten und variable H₂-Anteile für Entwicklung, Prüfung und Zertifizierung herzustellen. Bei Motoren und Turbinen stehen Dichte und spezifische Wärmekapazität der Gasmischung im Fokus, bei Brennstoffzellenprüfständen die Abbildung unterschiedlicher Leistungs- und Toleranzbereiche.

Darüber hinaus dienen Gasmischanlagen als Backup-System bei Erdgasversorgungsunterbrechungen und zur Spitzenlastabdeckung (Peak-Shaving). Auch in Regionen ohne ausgebaute Erdgasinfrastruktur ermöglichen SNG-Anlagen den sofortigen Produktionsstart, die Gasmischanlage dient als Übergangslösung, bis eine Erdgasleitung verfügbar ist.

Erprobte Technik – Ihr Weg zur klimaneutralen Prozesswärme

Alle drei Lösungswege basieren auf derselben Grundlage: Mehr als fünf Jahrzehnte Praxis mit brennbaren Gasen. LT GASETECHNIK hat weltweit über 2.000 Anlagen zur Regelung und Mischung hochverdichteter Industrie- und Brenngase geliefert, darunter 250 kundenspezifische Gasmischanlagen, rund 90 davon mit Wasserstoff als Mischkomponente.

Von der ersten Auslegung bis zur laufenden Wartung begleitet LT GASETECHNIK jedes Projekt vollständig: Konzept- und Detailengineering, Fertigung, Automatisierung, Inbetriebnahme, Risikoanalyse (HAZOP) und CE-Konformitätsbewertung. LT ist Teil der weyer gruppe und damit stehen Ihnen zusätzlich etablierte Partner für Sicherheitsberatung, Explosionsschutz und Genehmigungsmanagement zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Gasmischanlagen für Wasserstoff und CO₂-freien Erdgasersatz

Bei der H₂-Beimischung dosiert eine Gasmischanlage Wasserstoff präzise in den Erdgasstrom. Der H₂-Anteil ist stufenlos einstellbar, in vielen Fällen bis 20 Vol.-%, in Einzelanwendungen bis 30 Vol.-%, und wird durch integrierte Gasanalysatoren mit einer Genauigkeit von besser als ±0,5 Vol.-% kontinuierlich überwacht. Bestehende Brenner können ohne Umbauten weiterbetrieben werden. LT GASETECHNIK hat Referenzanlagen im Bereich von 10 bis 2.000 Nm³/h realisiert.

Synthetisches Erdgas entsteht durch die Mischung von verdampftem Propan mit Luft im Verhältnis von etwa 53 % zu 47 %. Das resultierende Gasgemisch besitzt nahezu identische Verbrennungseigenschaften wie Erdgas. Wird regeneratives Propan (rLPG) eingesetzt, ist das Gemisch vollständig CO₂-frei, als 100 % rLPG ist es von den EU-ETS-Abgaben befreit. LT GASETECHNIK realisiert LPG/Luft-Systeme als Erdgasersatz im Leistungsbereich von 0,5 bis 70 MW.

Ja. Sowohl bei der H₂-Beimischung als auch beim Einsatz von synthetischem Erdgas aus rLPG/Luft oder Biogas/rLPG können bestehende Brenner, Rohrleitungen und Regelventile ohne Anpassungen weitergenutzt werden. Die Gasmischanlage erzeugt ein Gasgemisch, dessen Wobbe-Index, Flammengeschwindigkeit und Zündverhalten dem bisherigen Erdgas entsprechen. LT GASETECHNIK legt jede Anlage individuell auf den jeweiligen Prozess und Standort aus.

Für die H₂-Beimischung in Erdgas liegen Anlagenreferenzen im Bereich von 10 bis 2.000 Nm³/h vor. LPG/Luft-Systeme als Erdgasersatz decken einen Leistungsbereich von 0,5 bis 70 MW ab, als Einzelanlage sind Lösungen bis zu 12.000 m³/h Erdgasäquivalent als Einzelanlage möglich. Insgesamt hat LT GASETECHNIK weltweit 250 kundenspezifische Gasmischanlagen realisiert, darunter rund 90 mit H₂-Beimischung.

LT GASETECHNIK verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der sicherheitstechnischen Auslegung von Anlagen für brennbare Gase. Jede Gasmischanlage durchläuft eine systematische Gefährdungsbeurteilung (HAZOP) und wird mit SIL-klassifizierten Sicherheitskomponenten gemäß EN IEC 61508 ausgestattet. Wasserstofftaugliche Armaturen und Elastomere, Ex-Schutzkonzepte sowie integrierte Gaswarn- und Verriegelungssysteme gewährleisten einen sicheren Betrieb auch bei dynamischen Lastwechseln.

Gasmischanlagen von LT GASETECHNIK verfügen über besondere Schnellstart-Eigenschaften: Aus dem Stand-by liefert die Anlage in unter einer Minute die korrekte Gasmischung und Gasmenge. Bei einem Kaltstart nach vollständiger Abschaltung beträgt die Anlaufzeit bei Warmwasser-Verdampfern ca. 30–45 Minuten, bei elektrisch beheizten ca. 10–20 Minuten. Damit eignen sich SNG-Anlagen als zuverlässige Backup-Lösung bei Erdgasversorgungsunterbrechungen und zur Spitzenlastabdeckung (Peak-Shaving).

Bei einer druckgeregelten Gasmischanlage wird der Ausgangsdruck fest eingestellt die Menge passt sich an.
Eine LT SNG-Gasmischanlage arbeitet vergleichbar zur Erdgasversorgung, die Mischanlage produziert die Menge (innerhalb der min./max. Grenzen), die nötig ist, um den Druck auf dem eingestellten Wert konstant zu halten. Im Werksnetz wird immer der gleiche Druck herrschen. Will der Betrieb weniger NG verbrauchen und einen Teil durch SNG ersetzen, muss
die Menge der Erdgaszuführung geregelt werden.

Das Werksnetz verhält sich wie ein Gefäß das durch die GDRM mit NG und durch die Gasmischanlage mit SNG befüllt wird. Sofern die GDRM Anlage eine definierte Menge liefert, wird der zusätzliche Verbrauch durch die Mischanlage ausgeglichen, so dass der Füllstand (der Druck) konstant bleibt. Die definierte Menge der GDRM muss kleiner sein als der Gesamtverbrauch, sonst steigt der Druck im Werksnetz an. Sinkt der Verbrauch im Werksnetz reduziert die Gasmischanlage die
Liefermenge. Steigt der Verbrauch im Werksnetz, steigert die Gasmischanlage die Gasgemisch-Menge.

 

Eine mengengeregelte LT Gasmischanlage regelt die Menge konstant, der Druck stellt sich ein.
Für SNG im Werksnetz gilt: Der Druck im Werksnetz stellt sich über die GDRM mit Erdgas ein. Die Mengenanforderung an die Mischanlage muss innerhalb der Auslegungsgrenzen erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass SNG sich mit NG
vermischt und in ein für NG ausgelegtes Rohrnetz strömt. Hierfür sollten die nötigen technischen Voraussetzungen geklärt werden.
Beispiel: Das Werksnetz verhält sich wie ein Gefäß das durch die GDRM mit NG und durch die Gasmischanlage mit SNG befüllt wird. Sofern genauso viel entnommen wird (durch die Verbraucher), wie zugeführt wird, bleibt das Niveau (der Druck) im
Gefäß (dem Werksnetz) konstant. Ändern sich die Verbräuche, liefert die Mischanlage weiterhin die angeforderte Menge, die GDRM passt sich automatisch an. Sollte eine Menge angefordert werden, die größer als der aktuelle Verbrauch
ist, steigt der Druck im Netz an. Bei Erreichen eines zu definierenden Grenzdrucks (Füllstand, analog zum Gefäß), alarmiert die Steuerung und schaltet die Mischanlage in Druckhaltung um, hält den Netzdruck konstant. Erst, wenn die abgenommene Mischgasmenge wieder unter die ursprünglich angeforderte fällt, schaltet die Mischanlage zurück auf die Mengenregelung.

H₂-ready bedeutet, dass eine Gasmischanlage von LT GASETECHNIK konstruktiv so ausgelegt ist, dass sie nachträglich um eine Wasserstoff-Zumischung erweitert werden kann. Gasmischanlagen ab 400 Nm³/h können mit der Option „H₂-ready“ ausgeführt werden. Damit ist ein späterer Umbau auf ein Drei-Komponenten-Gemisch aus Propangas, Wasserstoff und Luft oder Stickstoff möglich. Der Umbau dauert in der Regel etwa zwei Wochen. So können Betreiber mit einer reinen SNG-Anlage starten und bei steigender H₂-Verfügbarkeit den Wasserstoffanteil flexibel ergänzen, ohne eine neue Anlage beschaffen zu müssen.

Bei der Mischung von Propan mit Luft besteht grundsätzlich das Risiko einer explosionsfähigen Atmosphäre im Werksnetz. LT GASETECHNIK setzt deshalb einen SIL-2-klassifizierten Sauerstoff-Gasanalysator ein, der den O₂-Gehalt im Mischgas permanent überwacht und bei Überschreitung eines Grenzwerts die Anlage unabhängig von der Steuerung abschaltet oder auf eine redundante Linie umschaltet. So wird das Entstehen einer explosionsfähigen Atmosphäre in der Werksnetz-Gasleitung sicher verhindert. Ergänzt wird dies durch mechanische Gasrücktrittsicherungen, Sicherheitsabblaseventile und eine integrierte Gaswarnanlage mit Propan- und Sauerstoffsensoren.

Ja, LT Gasetechnik bietet Gasmischanlagen an, die genau für diesen Zweck konzipiert sind. Die Technologie ermöglicht es, Erdgas mit Propan und Wasserstoff (H2) nach individuellen Vorgaben und in variablen Verhältnissen zu mischen.

Die Anlagen sind hochflexibel und können für verschiedene Leistungsbereiche ausgelegt werden. Speziell für die Energiewende werden Lösungen entwickelt, die eine Mischung von Erdgas mit grünem Wasserstoff ermöglichen.

In der Praxis sind Gasgemische mit bis zu 20Vol.% H2-Anteil üblich. Auf Ihrem Gelände bestehen keine Grenzen für das bezogene Erdgas, eine Zumischung ist unbegrenzt. Regulatorisch, für das Erdgas-Netz wurden die Grundlagen für eine Einspeisung bis 20 Vol.-%“H2 fortgeschrieben.
Viele Industriebrenner liegen technisch bei 10 bis 20 Vol.%, manche bei 30 Vol.%. Bitte Prüfen Sie die Dokumentation der Brenner.

Im Gasgemisch-Ausgang wird mit einem Gasanalysator die H2-Konzentration im Gasgemisch gemessen; die H2-Zumischung regelt die LT Steuerung. Die per Sollwert eingestellte Konzentration bleibt unabhängig vom H2-Anteil im Erdgas konstant.

Gas/Luft-Mischsysteme können ein Gas mit sehr ähnlichen Eigenschaften wie Erdgas erzeugen und bieten eine ideale Alternative zu Erdgas. Das System wandelt flüssiges Propan oder LPG in Gas um und mischt
es mit Luft in einem einstellbaren Verhältnis. Das entstehende Gasgemisch ist dann Synthetisches Erdgas und kann natürliches Erdgas ersetzen. Es wird in der Regel von allen Anwendungen und Komponenten wie
Leitungen/Armaturen/Brennern problemlos vertragen. Systeme werden auch direkt an die Werks-Erdgasleitungen angeschlossen, was die Benutzung vereinfacht.

Man spricht in diesem Kontext auch von SNG-System, da der Begriff SNG für Synthetic Natural Gas (synthetisches Erdgas), also für ein Erdgas-Substitut steht. Unternehmen, die auf Erdgas als primäre Energiequelle angewiesen sind und von Energieunterbrechungen bedroht sind, nutzen SNG-Systeme seit Jahrzehnten.

Im Kontext der Energiewende kann regeneratives Propan (rLPG) als CO2-freie Alternative eingesetzt werden. Damit erhält man mit einer Gasmischanlage rSNG und bis zu 100% von CO2-Emissionszertifikaten befreites Erdgassubstitut.

LT bietet verschiedene, in ihrer Leistung abgestufte, Konzepte für die Energiewende als Gasmischer und Gasmischanlagen. Wir greifen einerseits auf unser Standardprogramm zurück, andererseits ist ab einer bestimmten
Größenklasse die Auslegung einer individuellen Gasmischanlage unumgänglich. Eine typische LT Gasmischanlage besteht aus

  • Schmutzfänger
  • Druckregler mit SAV
  • Temperatur- und druckkompensierte Mess- und Regel-Strecken
  • Gasrücktrittsicherungen
  • Gasmischelement
  • SIL 2 Sauerstoff-Gasanalysator und SIL-Abschaltung unabhängig von der Steuerung mit Grenzwertgebern und Armaturen zur Vermeidung explosionsfähiger Gasgemische im Werksnetz einschließlich SIL-Kreis Nachweis
  • Gaswarnanlage mit Brenngas-Sensoren (Explosionsschutz) und Sauerstoff-Sensor (Personenschutz) und Gaswarnzentrale
  • Industrie-Steuerung zur Regelung Durchfluss und Magnetventile im geschlossenen Regelkreis und Anzeige aller Messwerte, Alarme und Statusmeldungen auf dem lokalen Touch-Screen
  • Komplett montiert und getestet, ab Werk, mit CE-Kennzeichnung, 3D Zeichnungen und vollständiger Dokumentation

Wollen Sie nur eine LT Gasmischanlage oder eine komplette Lösung mit Tank, Verdampfer von einem Partnerunternehmen von LT GASETECHNIK?
Gasverbrauch pro Tag [Nm³ oder kWh] Betriebsweise (24/7?), Gasverbrauch in der Spitze [Nm³/h oder kg/h]
Heizwert Ihres Erdgases
Werks-Netzdruck [barg]
Analyse Wobbe-Index (Heizwert, Brennwert) gewünscht?
Zu mischende Gase Erdgas / Wasserstoff / LPG / Biogas / Luft… mit Drücken und Temperaturen
Besonderheiten am Aufstellort

Bereit für den nächsten Schritt?

Unsere Ingenieure entwickeln eine Gasmischanlage, die genau auf Ihren Prozess und Ihre Standortbedingungen zugeschnitten ist.
Melden Sie sich gerne bei uns – unter folgender E-Mail-Adresse:

mail@lt-gasetechnik.com