Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Gasetechnik, Gasmischern und Druckregeltechnik
Sie haben Fragen zu SNG-Systemen, Gasmischern oder Domdruckreglern? In unserem FAQ-Bereich finden Sie fundierte Antworten rund um die Produkte und Dienstleistungen von LT GASETECHNIK. Ob Propan/Luft-Gasmischanlagen, die Auswahl des passenden Gasmischers (smart, comfort oder advanced), Inbetriebnahme, Betrieb oder Druckregeltechnik – unsere Experten haben die wichtigsten Fragen aus über 50 Jahren Praxiserfahrung für Sie zusammengestellt.
- SNG-Gasmischanlagen – Propan/Luft als Erdgasersatz: Technik, Aufbau & Wirtschaftlichkeit
- Gasmischer auswählen – Typen, Kosten, Vorteile & Herstellervergleich
- Gasmischer aufstellen – Bauseitige Anforderungen, Explosionsschutz & Aufstellbedingungen
- Gasmischer in Betrieb nehmen – Inbetriebnahmeablauf, Kundenaufgaben & Steuerungstechnik
- Gasmischer im laufenden Betrieb – Regelung, Sicherheit, Wartung & Schnittstellen
- Domdruckregler – Einsatzbereiche, Typen & Vergleich mit federbelasteten Reglern
- Gasmischer kaufen & einsetzen – Angebot, Lieferzeiten
- LT GASETECHNIK im Profil – Hersteller für Gasmischer, Druckregler & Sonderanlagen
SNG-Gasmischanlagen – Propan/Luft als Erdgasersatz: Technik, Aufbau & Wirtschaftlichkeit
Ein SNG-System (Synthetic Natural Gas) erzeugt synthetisches Erdgas, indem es gasförmiges Propan (LPG) mit Luft oder Stickstoff mischt. Industriebetriebe setzen SNG-Systeme für verschiedene Ziele ein:
– CO₂-Einsparung: Durch Verwendung von regenerativem LPG (rLPG) lassen sich CO₂-Emissionszertifikate einsparen
– H₂-Energiewende: Die Mischung von LPG zusätzlich mit Wasserstoff ermöglicht eine preis- und CO₂-flexible Brennstoffgestaltung
– Backup-Versorgung: Bei Unterbrechungen der Erdgasversorgung springt das System nahtlos ein
– Energieversorgung: In Regionen ohne Erdgasnetzanschluss bietet LPG eine bewährte Alternative
Das resultierende Gasgemisch entspricht den Eigenschaften von Erdgas und kann direkt in bestehende Werksnetze eingespeist werden, ohne dass Änderungen an vorhandenen Brennern erforderlich sind. SNG-Systeme sichern eine unterbrechungsfreie Energieversorgung und vermeiden kostspielige Umstellungen.
Ein SNG-System besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. Behälter lagern das Propan und sind mit einer Befüllleitung sowie einer Übergabestation ausgestattet. Eine warmwasser- oder elektrisch beheizte Verdampferanlage überführt das flüssige Propan in die Gasphase. Die Gas-/Luft-Mischanlage von LT GASETECHNIK passt das Gasgemisch an den Brennwert des vorhandenen Erdgases an. Ein Pufferbehälter kann starke Schwankungen in der Gasabnahme ausgleichen.
Insgesamt erlaubt der Aufbau die flexible Nutzung von Propan, um Erdgas im Bereich von 1 bis 100 MW bei Bedarf zu ergänzen oder vollständig zu ersetzen. Die zusätzliche Option, Wasserstoff oder grünes LPG (Bio-Propan, rLPG) beizumischen, ermöglicht eine positive Umweltwirkung.
Der Platzbedarf eines SNG-Systems hängt von der Anlagengröße und den Sicherheitsanforderungen ab. Die wesentlichen Komponenten und ihr Flächenbedarf im Überblick:
– Behälter: Stellplatz oder Domschacht, je nach Lagerkapazität
– Entladestation: Für Tanklastzüge mit Füll- und Pendelanschluss
– Verdampfer und Druckregelstation: Häufig in einem 20-Fuß-Container auf geeignetem Fundament
– Gas-/Luft-Mischanlage: Je nach Gasmenge im Feldschrank, auf einem Gestell oder in einem 30-Fuß-Container
Bei der Planung sollte Platz für Zugang, Wartung und Sicherheitsabstände eingeplant werden. Die genaue Fläche wird individuell nach den örtlichen Gegebenheiten bemessen.
Für Flüssiggasbehälter ab 3 Tonnen Lagerkapazität ist ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (9. BImSchV) erforderlich. Bei einem 29-Tonnen-Behälter (≥ 9 t und < 30 t) gilt ein vereinfachtes Verfahren ohne öffentliche Auslegung. Für einen 165-Tonnen-Behälter ist ein förmliches Verfahren mit öffentlicher Auslegung nötig. Grundsätzlich gelten die TRBS 3146 für ortsfeste Druckanlagen sowie die Gefährdungsbeurteilung gemäß BetrSichV und GefStoffV.
Die Genehmigungsdauer liegt formal bei sieben Monaten nach Vollständigkeitserklärung, realistisch jedoch bei mindestens 12 Monaten. Bei Änderungsgenehmigungen bestehender Anlagen sind theoretisch vier bis sechs Monate vorgesehen.
Wichtig: Ab 50 Tonnen Propanlagerung greift die Störfallverordnung, was zusätzliche Dokumentations- und Prüfpflichten nach sich zieht, unabhängig von weiteren störfallrelevanten Stoffen im Werk. Bei Fragen zu Genehmigungsverfahren steht Ihnen die weyer gruppe zur Seite.
Ohne Pumpe und Verdampfer erreicht ein außen aufgestellter Tank typischerweise nur 0,75 – 1,5 barg, zu wenig für die Standard-Gasmischanlage, die mindestens 4,5 barg Eingangsdruck benötigt. Die Pumpe transportiert das Flüssiggas in der flüssigen Phase zum Verdampfer, der für maximal 25 bar ausgelegt ist und mit redundanter Sicherheitseinrichtung verhindert, dass Flüssigphase ins nachfolgende Leitungssystem gelangt.
Die Gasaustrittstemperatur des Verdampfers liegt in der Regel zwischen 40 °C und 80 °C, um Kondensation im Leitungssystem zu vermeiden. Verdampfer müssen mit Druckschalter, Heizungsabschaltung und Sicherheitsventil ausgerüstet sein. Führt eine längere Strecke zum Gasmischer, ist eine Begleitheizung vorzusehen, damit keine Tröpfchen die Armaturen beschädigen. Am Gasmischer sollten Temperaturen zwischen 25 °C und 60 °C anliegen.
Ein Gasmischsystem wird eingesetzt, um den Umbau vorhandener Brenner zu vermeiden und bestehende Einrichtungen unverändert weiternutzen zu können. Der Grund: Propan hat mit 25,48 kWh/m³ einen deutlich höheren Heizwert als Erdgas (L-Gas: 8,87 kWh/m³, H-Gas: 10,475 kWh/m³). Vorhandene Industriebrenner können reines Propan daher nicht verarbeiten.
In einer Gasmischanlage wird das Propan mit Luft oder Stickstoff auf den Heizwert des Erdgases abgemischt, das Ergebnis ist SNG (Synthetic Natural Gas). Dieses Erdgas-Substitut kann direkt ins Werksnetz eingespeist werden, ohne dass Brenner umgerüstet werden müssen. So werden Ausfallzeiten durch Abkühlen, Umbau und Aufheizen vermieden. Zusätzlich ermöglicht ein Gasmischsystem die Nutzung weiterer Energiequellen wie Wasserstoff oder grünes Propan.
Gasmischsysteme von LT GASETECHNIK arbeiten mit hoher Präzision und Reproduzierbarkeit. Da Gase nicht einfach durch das Einstellen zweier Ventile exakt gemischt werden können, nutzen die Systeme physikalische Gesetzmäßigkeiten für annähernd ideale Gase: Drücke und Volumenströme (Mengen) jedes Einzelgases werden kontrolliert, eine Rückvermischung wird verhindert, und die Gase werden über ein Verwirbelungselement vermischt.
Statische SNG-Gasmischer von LT erreichen Genauigkeiten von ±0,5 Vol.-% oder besser.
Dynamische SNG-Gasmischanlagen erzielen Genauigkeiten von bis zu ±0,1 % des Sollwertes. Für diese Präzision ist eine Gasanalyse mit Kaskadenaufschaltung und regelmäßiger Kalibrierung mit zertifizierten Referenzgasen unerlässlich.
Zur Erzeugung von Gasgemischen stehen verschiedene Technologien zur Verfügung, die sich in Genauigkeit und Automatisierungsgrad unterscheiden:
– Mechanisches Proportional-Mischventil: Veraltet, ungenau, unsicher – manuelle Eingriffe erforderlich, langsamer Start
– Elektronisches Mischventil: Wie mechanisch, jedoch mit motorischer Ansteuerung
– Pneumatische Massendurchflussregler: Genau, aber manuelle Eingriffe nötig
– Massendurchflussregler (MFC) oder Blendenmessung mit Regelventilen: Sehr genau, vollautomatische Anpassung, schneller Start – die von LT GASETECHNIK bevorzugte Technologie für dynamische Gasmischer
LT GASETECHNIK setzt ausschließlich auf die beiden letztgenannten, modernen Technologien.
Gasmischsysteme von LT GASETECHNIK verfügen über umfassende, an die jeweilige Aufgabe angepasste Sicherheitsfunktionen:
– Gasrücktrittsicherung: Mechanisch oder regelungstechnisch, um ein ungewolltes Umfüllen zwischen den Gasströmen zu verhindern
– Sicherheitsabblase- und Sicherheitsabsperrventile (SBV/SAV): Zum Schutz vor durchbauendem Überdruck
– Gasanalyse: Überwacht permanent das Gasgemisch, um unzulässige Zusammensetzungen (z. B. explosionsfähiges Gas) zu verhindern
– Druck- und Volumeneinstellung: Präzise Regelung der Betriebsparameter
– Dokumentation: Lückenlose Aufzeichnung von Temperaturen, Gasflüssen und Mischergebnissen
– Automatische Steuerung: Einbindung in übergeordnete Prozessleitsysteme möglich
LT GASETECHNIK bietet verschiedene, in ihrer Leistung abgestufte Konzepte für den Erdgasersatz – vom kompakten Gasmischer bis zur vollständigen Gasmischanlage. Für Standardanwendungen steht eine Auswahl aus 72 Gasmischer-Serienmodellen zur Verfügung, die eine schnelle Lieferung ermöglichen. Ab einer bestimmten Leistungsklasse ist die Auslegung einer kundenindividuellen Gasmischanlage erforderlich, was einen höheren Zeitbedarf für Engineering und Fertigung bedeutet.
Weitere Informationen zu den LT Gasmischern finden Sie auf unserer Produktseite.
LT GASETECHNIK fertigt Gasmischer und Gasmischanlagen für Wasserstoff seit über 50 Jahren. Grüner Wasserstoff kann in einer Gasmischanlage zu Erdgas oder SNG zugemischt werden – bis zu 20 %, teilweise sogar bis zu 30 % H₂ im Gasgemisch sind durch aktuelle Brenner- und Leitungs-Installationen meist problemlos zu verarbeiten. LT hat ebenfalls Anlagen mit bis zu 100 % Wasserstoffanteil geliefert.
Für Industriebetriebe bedeutet die schrittweise Umstellung eine Energieflexibilisierung: Neben zusätzlicher Versorgungssicherheit bietet sie Möglichkeiten zur Preisoptimierung zwischen den Energieträgern Wasserstoff, Erdgas und Propan. Der deutlich niedrigere Heizwert von Wasserstoff (2,995 kWh/m³) wird durch die Gasmischung mit Propan und Luft oder Stickstoff ausgeglichen.
SNG-Anlagen ab 5 MW werden üblicherweise mit der Option „H₂-ready“ ausgeführt, sodass ein späterer Umbau auf Propan/Wasserstoff/Luft-Mischung möglich ist.
SNG-Anlagen ab 400 Nm³/h können mit der Option „H₂-ready“ ausgeführt werden, die einen späteren Umbau auf Wasserstoff-Beimischung ermöglicht. Beim Umbau wird die Anlage für einen begrenzten Zeitraum von ca. 2 Wochen bei LT GASETECHNIK umgebaut und anschließend wieder ins Werksnetz eingebunden.
Dabei wird der bereits bei der Erstlieferung vorgesehene Platz für ergänzende Armaturen und Steuerungskomponenten genutzt. Die Analysentechnik wird um eine H₂-Messung erweitert, und eine Wobbe-Regelung auf die Gasmischung aus Propan, Wasserstoff, Erdgas und Luft wird integriert. Insgesamt hat LT GASETECHNIK weltweit bereits 250 kundenspezifische Gasmischanlagen realisiert, davon rund 90 mit H₂-Beimischung.
Ja, übliche Erdgasbrenner können ein Gasgemisch aus Propan/Luft oder Propan/Stickstoff ohne Probleme verarbeiten. Die Flammenform verändert sich zwar geringfügig, da die Brenngas-Volumenströme anders sind, der Energieeintrag in den Prozess bleibt jedoch gemäß dem berechneten Heizwert identisch zum bisherigen Erdgasbetrieb.
Für Prozesse, die auf eine bestimmte Flammenform angewiesen sind (z. B. Flammenlänge oder Temperaturverteilung beim Flammenpolieren), bietet LT GASETECHNIK spezielle Lösungen an. Reines Propan ohne Zumischung ist für typische Brenner nicht geeignet – eine Umrüstung erfordert üblicherweise einen Stillstand von mehreren Tagen und entsprechende Hardware vom Brennerhersteller. Genau diesen Umbau vermeidet der Einsatz eines Gasmischsystems.
Für die Mischung von Propan mit Luft empfiehlt LT GASETECHNIK einen SIL-2-Sauerstoff-Gasanalysator mit SIL-2-Abschaltung. Diese Lösung überwacht unabhängig von der Gasmischer-Steuerung permanent den Sauerstoffgehalt im Mischgas und schaltet bei Grenzwertüberschreitung automatisch ab. So wird das Entstehen explosionsfähiger Gasgemische im Werksnetz sicher verhindert.
Bei kleineren Leistungen bis 120 Nm³/h wird manchmal Stickstoff als Zumischgas eingesetzt, da dieser keine besondere SIL-Überwachung erfordert und die Anlage damit einfacher und kostengünstiger wird.
Eine Rückvermischung – also das unerwünschte Eindringen von Luft in die Propanleitung oder umgekehrt – wird durch mehrere Maßnahmen verhindert. Bei kleineren Anlagen werden Gasrücktrittsicherungen verwendet. Bei Anlagen ab 400 Nm³/h Rückschlagklappen. Die Steuerung überwacht die Drücke hinter den Druckreglern und schließt bei ungünstigen Differenzen automatisch die Ventile, während ein Alarm ausgegeben wird. Zudem liegt der Schließdruck der Druckregler unterhalb des Mindestvordrucks der Versorgung, sodass ein Rückströmen konstruktiv ausgeschlossen ist.
Ja, bei vollständiger Abschaltung der Erdgasversorgung kann die SNG-Backup-Anlage das Erdgas komplett ersetzen. Bei einer Teilabschaltung wird SNG in das vorhandene Werks-Erdgasnetz eingespeist, um das fehlende Erdgas teilweise zu ersetzen, ein Verfahren, das als Peak-Shaving bekannt ist.
Der Teilersatz erfordert eine sorgfältige Abstimmung, da die Druckabstufungen der Werksnetze fein abgestimmt sind und die Erdgaszuführung mengengeregelt werden muss. Gegebenenfalls besteht die Backup-Lösung aus drei geregelten Strängen: Propan, Luft oder Stickstoff und Erdgas, damit lassen sich Mengen und Drücke präzise einstellen und der erlaubte Minderverbrauch nachweisen.
LT Gasmischanlagen verfügen über besondere Schnellstart-Eigenschaften, die sie als Backup-Lösung besonders geeignet machen. Aus dem Stand-by liefert die Anlage in unter einer Minute die korrekte Gasmischung und Gasmenge. Bei einem Kaltstart nach vollständiger Abschaltung von Verdampfer und Gasmischanlage beträgt die Anlaufzeit bei Warmwasser-Verdampfern ca. 30–45 Minuten, bei elektrisch beheizten Verdampfern ca. 10–20 Minuten.
Damit eignen sich SNG-Anlagen sowohl als zuverlässige Notversorgung bei Erdgasunterbrechungen als auch zur Spitzenlastabdeckung (Peak-Shaving). Bei statischen Gasmischern mit Pufferbehälter steht zudem sofort nach dem Einschalten korrekt gemischtes Gas zur Verfügung.
LT GASETECHNIK bietet umfassende Beratung und Unterstützung im gesamten Investitionsprozess. Als Teil der weyer gruppe arbeiten wir mit etablierten Partnern zusammen und bieten unter anderem:
– Genehmigungsunterstützung
– Sicherheitskonzepte und Explosionsschutz
– Engineering und Verfahrenstechnik für die konzeptionelle Planung
– Gasmischtechnik ist seit über 50 Jahren unser Kerngeschäft
So erhalten Sie auf Wunsch eine komplette Lösung aus einer Hand oder Unterstützung bei Teilpaketen.
LT GASETECHNIK konzentriert sich auf Gasmischsysteme und unterbreitet daher keine Angebote für Tanks, Verdampfer, Flüssigpumpen oder Gaslieferungen. Wir empfehlen Ihnen jedoch gerne Partnerunternehmen, sodass Sie auf Wunsch eine komplette Lösung aus einer Hand erhalten können.
Handelspropan gemäß DIN 51622 in 95/5-Qualität (mindestens 95 % Propan, maximal 5 % Butan) ist das gängige Brenngas für industrielle Gasmischanlagen. Reines Propan kommt in der industriellen Verwendung nur in speziellen Anwendungen vor. LPG (Liquefied Petroleum Gas) wird als Synonym verwendet.
rLPG, oder regeneratives Propan (auch Bio-LPG oder Bio-Propan), ist biogenes Flüssiggas aus Abfällen, Biomasse oder nachwachsenden Rohstoffen, das chemisch identisch mit konventionellem LPG ist. Es erfüllt strenge Zertifizierungen wie das mit Nachweisen zu Herkunft, Menge und CO₂-Reduktion (zwischen 15 und 100 %), ist GEG-konform und emissionsarm bis zu CO2-frei. In Deutschland von vielen Anbietern erhältlich, oft als Mischung (15–100% Bio-Anteil); langfristig ausreichend durch steigende Produktion. Preis liegt etwa 10–75 Cent/Liter über dem konventionellen LPG (je nach Bio-Anteil), mit CO₂-Abgabefreiheit.
LNG (Liquefied Natural Gas) und CNG (Compressed Natural Gas) benötigen üblicherweise kein Gasmischsystem.
Wird geplant, Wasserstoff (H₂) zu 20 % in das interne Gasversorgungsnetz einzuspeisen, müssen die Grenzen der Brenner, Prozessanlagen und Materialien geprüft werden. Nach aktuellem Kenntnisstand können Standardbrenner bis zu 20 % H₂ im Gasgemisch unproblematisch verarbeiten, dies muss jedoch anlagenspezifisch beurteilt werden. Spezielle Brenner sind für bis zu 100 % H₂ geeignet, sind aber erheblich teuer und erfordern den Brennertausch.
Da künftig bis zu 20 % H₂ im Erdgasnetz eingemischt werden dürfen, ist eine H₂-Gasanalyse vor der Zumischung oder des H2- Anteils im Gasgemisch sinnvoll: So kann der bereits vorhandene Wasserstoffanteil berücksichtigt und das Gasgemisch exakt auf den gewünschten Gesamtanteil eingestellt werden.
Bei einer druckgeregelten Gasmischanlage wird der Ausgangsdruck fest eingestellt, und die Gasmenge passt sich automatisch an den aktuellen Verbrauch an. Eine SNG-Anlage arbeitet vergleichbar zur Erdgasversorgung und hält den Druck im Werksnetz konstant. Sinkt der Verbrauch, reduziert die Mischanlage die Liefermenge; steigt er, erhöht sie entsprechend.
Bei einer mengengeregelten SNG-Anlage wird dagegen eine feste Gasmenge erzeugt, und der Druck stellt sich über die Gas-Druckregel- und Messanlage (GDRM) mit Erdgas ein. Diese Variante eignet sich besonders, wenn eine definierte Erdgasersatzmenge nachgewiesen werden muss.
Die Wahl zwischen beiden Konzepten hängt von der Betriebsweise und den Anforderungen des Werksnetzes ab. Wir beraten Sie gerne zur optimalen Regelungsstrategie.
Der Propanverbrauch lässt sich aus dem zu ersetzenden Erdgasverbrauch ableiten. Ein Praxisbeispiel: Bei 1.000 Nm³/h Erdgas mit einem Brennwert von 11,5 kWh/m³ ergibt sich ein Propanverbrauch von ca. 900 kg/h. Bei 24/7-Betrieb entspricht das einem Tagesverbrauch von ca. 22 Tonnen.
Da ein Sattelzug eine Kapazität von knapp 20–21 Tonnen hat, wäre für dieses Beispiel eine tägliche Belieferung eines 29-Tonnen-Behälters erforderlich. Ab einem täglichen Verbrauch von ca. 100 Tonnen (ca. fünffache Menge) wird ein Gleisanschluss mit Kesselwagen zwingend notwendig.
Wichtig: Während der Betankung kann die Gasgemischproduktion und damit die Brennerversorgung unterbrechungsfrei weiterlaufen. Die Logistikplanung sollte gemeinsam mit dem Tank- und Gaslieferanten erfolgen.
Stickstoff als Zumischgas lohnt sich besonders bei kleineren Anlagen bis 120 Nm³/h Gasgemisch oder bei temporärem Backup-Betrieb. Der Vorteil: Es ist keine SIL-2-Sauerstoff-Überwachung mit zugehöriger Abschaltung und keine zusätzliche Druckluft erforderlich, was die Anlage einfacher und kostengünstiger macht. Die jährlichen SIL-Kreis-Überprüfungskosten entfallen ebenfalls.
Für die Ermittlung des Stickstoffbedarfs gilt als Faustformel: ca. 40 % des benötigten Gesamtvolumenstroms bei einem Eingangsdruck von mindestens 4,5 barg am Gasmischer. Druckluft wird dagegen bevorzugt bei größeren Anlagen eingesetzt, da sie einfacher und kostengünstiger in großen Mengen bereitzustellen ist – erfordert dann aber eine Druckluftqualität nach ISO 8573 (Qualitätsklasse 2:4:1) mit einem Taupunkt unter –25 °C.
Einige Unternehmen erwägen, in den Sommermonaten Butan und im Winter Handelspropan zu nutzen, da Butan saisonal günstiger sein kann. LT GASETECHNIK kann Gasmischanlagen entsprechend auslegen. Allerdings erfordert reiner Butan-Betrieb Anpassungen: Die Durchflussmessung muss auf Coriolis-Technik umgestellt werden, der niedrigere Dampfdruck von Butan macht eine Pumpe zwingend erforderlich, und die Begleitheizung muss auf die höhere nötige Temperatur ausgelegt werden. Bei saisonaler Umstellung und Vermischung beider Gassorten im Tank können manuelle Eingriffe nötig werden.
Ein SNG-System bietet mehrere Hebel zur CO₂-Reduzierung. Durch den Einsatz von regenerativem LPG (rLPG, auch „grünes Propan“ genannt) lassen sich CO₂-Emissionszertifikate einsparen. Die Möglichkeit, Grünen Wasserstoff in die Gasmischung zu integrieren, reduziert den fossilen Anteil zusätzlich. Darüber hinaus ermöglicht die flexible Brennstoffgestaltung – der Wechsel zwischen Erdgas, Propan und Wasserstoff je nach Verfügbarkeit und Preis – eine schrittweise Dekarbonisierung, ohne bestehende Anlagen komplett umrüsten zu müssen.
In den meisten Fällen ja. Das SNG-Gasgemisch aus Handelspropan (DIN 51622, 95/5-Qualität) und Luft oder Stickstoff wird im Verhältnis von ca. 72/28 (brennwertabhängig) gemischt. Dabei sind alle Bestandteile des Gasgemischs, mit Ausnahme von Sauerstoff bei Luftzumischung, auch im natürlichen Erdgas enthalten. Spätestens am Brenner kommen Sauerstoff und Stickstoff ohnehin zur Verbrennungsluft hinzu.
Bei sorgfältiger Betrachtung sollten neben den Brennern und der Thermoprozessanlage auch die Rohrleitungsmaterialien, Armaturen und Elastomere des Versorgungsnetzes geprüft werden. LT GASETECHNIK geht davon aus, dass bestehende Installationen üblicherweise geeignet sind, dies muss allerdings anlagenspezifisch durch den Betreiber beurteilt werden.
Gasmischer auswählen – Typen, Kosten, Vorteile & Herstellervergleich
Die Investitionssumme hängt von mehreren projektspezifischen Faktoren ab: der Anlagengröße, den gewünschten Redundanzen (z. B. bei Backup oder Gasmischsträngen), der Anzahl der Gasmischstränge sowie den Eingangs- und Ausgangsdrücken. Auch die Art der Gasgemisch-Analyse (Messprinzip, SIL, Wobbe-Index), das verwendete Gas, die Anforderung an Eichfähigkeit und die Anbindung an übergeordnete Systeme beeinflussen die Kosten erheblich. Mehrere Druckstufen können ebenfalls bedient werden, was die Komplexität und den Preis zusätzlich bestimmt. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Budget-Angebot.
Ein Gasmischer mit eigener Gasversorgung ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als der Kauf von fertig gemischtem Gas in Flaschen oder Bündeln. Gerade in der Metallverarbeitung nutzen Kunden gezielt verschiedene Prozessgase– etwa Stickstoff und Argon zur Inertisierung, Wasserstoff zur Reduktion oder CO₂ für spezifische Temperaturreaktionen.
Darüber hinaus ermöglicht ein eigener Gasmischer die flexible Anpassung der Gaszusammensetzung an wechselnde Produktionsanforderungen. Mit einem präzisen Gasmischer von LT GASETECHNIK (Genauigkeit ±0,5 % oder ±0,2 %) lassen sich zudem bis zu 30 % der Zumischgas-Kosten einsparen, da der Sicherheitszuschlag geringer ausfallen kann als bei ungenaueren Systemen.
LT GASETECHNIK bietet drei Gasmischer-Serien mit unterschiedlichen Leistungsprofilen an:
Leistung:
– smart: 15, 50, 100 Nm³/h
– comfort: 15, 25, 50, 100, 200, 300, 500 Nm³/h
– advanced: 3 bis 150 Nm³/h
Maximale Betriebsdrücke:
– smart: 10 bar(g)
– comfort: 25 bar(g)
– advanced: 10 bar(g)
– individuell: je nach Kundenwunsch 50 Millibar(g) bis 100 bar(g)
Steuerung und Genauigkeit:
– smart und comfort: Manuelle Einstellung, Reproduzierbarkeit ±0,5 %
– advanced: Elektronische Steuerung mit SPS, Touchscreen und IoT-Optionen, Reproduzierbarkeit ±0,2 %
– Anlagenbau: Siemens Steuerung, Reproduzierbarkeit ±0,1 %
Empfehlung nach Anforderung:
– Höchste Genauigkeit oder niedriger Druckverlust → advanced
– Kostengünstig und einfache Wartung → smart / comfort
– IoT-Anbindung oder Fernsteuerung → advanced
Alle Details finden Sie in der Vergleichsübersicht der Gasmischertypen.
Ein statischer Gasmischer (Typen smart und comfort) erzeugt eine konstante Mischgasmenge, die von Hand eingestellt wird. Da die erzeugte Menge etwas über dem Verbrauch liegt, steigt der Druck im Puffervolumen an. Bei Erreichen des oberen Druckpunkts schaltet der Mischer ab und startet wieder, wenn der untere Druckpunkt erreicht ist. Die Genauigkeit beträgt garantiert ±0,5 Vol.-%. Anpassungen erfolgen manuell über Dosierventile; temperaturbedingte Abweichungen müssen ebenfalls von Hand korrigiert werden.
Ein dynamischer Gasmischer (Typ advanced) wird über ein elektronisches Steuerungssystem betrieben und passt Menge und Konzentration automatisch an. Er liefert bei konstantem Druck genau die Menge, die verbraucht wird – mit einer garantierten Genauigkeit von ±0,2 Vol.-%.
Beide Systeme lassen sich mit und ohne Pufferbehälter, redundant mit automatischer Umschaltung (elektronisch und oder druckgesteuert) ausführen.
Die hohe Mischgenauigkeit von LT Gasmischern basiert auf einem überlegenen technischen Konzept. Während manche Wettbewerber ein einzelnes Proportionalventil einsetzen, verwendet LT bei statischen Gasmischern je Gasleitung einen Domdruckregler, einen kalibrierten Schwebekörper-Durchflussmesser und ein präzises Dosierventil plus ein dynamisches Druckventil. Damit wird Eingangsdruckunabhängigkeit erreicht – auch bei Druckschwankungen über 3 bar.
Bei dynamischen Gasmischern steuert LT über temperatur- und druckkompensierte Massendurchflussregler oder Blendenmessung mit Regelventilen. Das Ergebnis: ±0,5 % bei statischen und ±0,2 % (in Sonderfällen ±0,1 % ) bei dynamischen Gasmischern – garantiert. Die Felderfahrung zeigt häufig die doppelte Genauigkeit.
Die Top-5-Vorteile von LT Gasmischern im Überblick:
1. Höchste Mischgenauigkeit: ±0,5 % oder sogar ±0,2 % garantiert – spart Zumischgas-Kosten
2. Niedrige Gesamtbetriebskosten: Geringe laufende Kosten durch robuste, langlebige Konstruktion
3. Langlebiges Design: Gasmischer Typ comfort und smart halten über 25 Jahre – eine Legende ist ein Gasmischer von 1972, der 22 Jahre lang ohne jegliche Wartung fast 200.000 Stunden zuverlässig arbeitete
4. Einfache Wartung: Gute Zugänglichkeit aller Komponenten, keine Spezialwerkzeuge nötig
5. Umfassende Automatisierung: IoT-Anbindung, Fernsteuerung, Rezeptverwaltung und Datenlogger als Optionen verfügbar
Mit einem präzisen Gasmischer von LT GASETECHNIK lassen sich bis zu 30 % der Zumischgas-Kosten einsparen. Die Rechnung dahinter ist einfach: Ein herkömmlicher Gasmischer mit ±2 % Genauigkeit erfordert einen höheren Sicherheitszuschlag beim Sollwert. Bei einem Mindestanteil von 5 % H₂ in N₂ müsste der Sollwert bei 7,5 % liegen. Der tatsächliche Durchschnittsverbrauch beträgt dann 7,5 % statt der benötigten 5,2 %.
Ein LT Gasmischer mit ±0,2 % Genauigkeit erlaubt einen Sollwert von nur 5,3 % – die Differenz von 2,25 % spart 30 % Wasserstoff. Bei einem Gasmischer mit 500 Nm³/h und 8.500 Betriebsstunden pro Jahr ergibt das eine Ersparnis von rund 50 T€ jährlich. Die höhere Investition für einen LT High-Tech-Gasmischer amortisiert sich damit in der Regel in weniger als einem Jahr.
Die Kurzbezeichnung der LT Serien-Gasmischer folgt einem systematischen Aufbau: GMx LLL-X-B-A Typ. Dabei steht „GM“ für nicht brennbare Gase und „GMB“ für brennbare Gase.
„LLL“ gibt die Leistung in Nm³/h an,
„X“ die Anzahl der zu mischenden Gase,
„B“ kennzeichnet den Pufferbehälter (E = Edelstahl, C = Kohlenstoffstahl)
und „A“ steht für einen integrierten Gasanalysator. Am Ende folgt der Typ: smart, comfort oder advanced.
Beispiele: GM 50-2 smart = Gasmischer für zwei nicht brennbare Gase, 50 Nm³/h, Typ smart, ohne Puffer und Analysator. GMB 100-3-E-A comfort = Gasmischer für drei Gase (davon mindestens eines brennbar), 100 Nm³/h, mit 90-l-Edelstahl-Pufferbehälter und Gasanalysator, Typ comfort. Diese Nomenklatur erleichtert die Angebotserstellung und den Vergleich.
Ja, LT Gasmischer sind gezielt auf spätere Anpassungen ausgelegt. Wenn sich Gasmengen oder Mischungsverhältnisse ändern, genügt häufig der Austausch eines einzelnen Gasstrangs oder lediglich einzelner Komponenten, zu einem Bruchteil des Preises eines neuen Gasmischers.
Ein Praxisbeispiel: Zur Anpassung eines Gasmischers von 18 % CO₂ (Rest Argon) auf 2,5 % CO₂ musste lediglich der CO₂-Durchflussmesser ausgetauscht werden. Ein weiteres Beispiel: Zur Verdopplung der Leistung eines 50 Nm³/h Gasmischers auf 100 Nm³/h wurden auf einem Gasstrang nur Durchflussmesser und Dosierventil ersetzt. Diese Flexibilität ist bei Gasmischern mit Proportionalventilen nicht gegeben. Bei Wettbewerbsprodukten wäre in beiden Fällen ein neuer Gasmischer erforderlich gewesen.
Beim Vergleich von Gasmischern verschiedener Hersteller ist Vorsicht geboten, da die Leistungsangaben nicht direkt vergleichbar sind. Bei manchen Wettbewerbern bezieht sich die Nennleistung auf das Volumen in Luft, nicht auf das tatsächliche Mischgas. Die tatsächliche Mischgasleistung muss mit einem gasspezifischen Umrechnungsfaktor berechnet werden und liegt oft deutlich niedriger.
Bei LT Gasmischern steht die angegebene Leistung immer für die tatsächlich erzeugbare maximale Mischgas-Leistung in Nm³/h (meist zzgl. nicht ausgewiesener Leistungsreserve) – unabhängig von Eingangs- und Ausgangsdrücken innerhalb der Designgrenzen. Zudem sind bei LT-Gasmischern standardmäßig bereits Gasfilter, EMV-Konformitätserklärung und Bedienungsanleitung im Preis enthalten. Auch die zusätzliche Eingangsdruckreduzierung, die bei Wettbewerbern oft separat beschafft werden muss (ca. 1000 € bei zwei Gasen), entfällt bei LT dank der integrierten Domdruckregler.
Gasmischer aufstellen – Bauseitige Anforderungen, Explosionsschutz & Aufstellbedingungen
Der Kunde stellt bauseitig folgende Leistungen bereit: den Anschluss des Gasmischsystems eingangsseitig an die Versorgungsgase und ausgangsseitig an die Erdgasleitung, gegebenenfalls den Anschluss von Ausblaseleitungen sowie die Verkabelung und Anbindung der Steuerung an ein übergeordnetes Leitsystem. Darüber hinaus sind Fundamente mit statischer Berechnung, Erdung und Überspannungsschutz, Spannungsversorgung (230 V, 16 A) sowie Hebemittel für die Aufstellung vor Ort erforderlich.
Der mechanische Teil von LT Gasmischern ist „technisch dicht auf Dauer“ gemäß TRBS 2152 Teil 2 und erzeugt keine Ex-Zone. Allerdings darf der elektrische Teil (Steuerung und Gasanalyse) nicht im Gefahrenbereich installiert werden. Die Aufstellmöglichkeiten im Einzelnen:
– Typ smart, comfort und advanced: Mechanischer Teil im Ex-Bereich aufstellbar – Gasanalysegerät und evtl. Steuerung muss separat außerhalb montiert werden
– Gasmischanlagen (häufig im Container oder auf Gestell): Mechanischer und elektrischer Teil sind getrennt; der mechanische Teil ist für den Ex-Bereich ausgelegt
Für Sonderlösungen im Ex-Bereich mit hoher Genauigkeit stehen verschiedene Optionen zur Verfügung.
Alle LT Gasmischer bis 1000 Nm³/h sind mit und ohne Pufferbehälter erhältlich. Ohne Puffer ist der Gasmischer typ comfort für eine Wandmontage ausgelegt (1000 × 800 × 400 mm). Mit Pufferbehälter stehen die Typen smart, comfort oder advanced auf dem Boden (typisch: 1600 × 800 × 400 mm)
Als Faustregel für die Puffergröße gilt: 10 % mehr Puffervolumen in Litern als die Gasmischerleistung in Nm³/h.
Der Typ advanced (dynamischer Gasmischer) benötigt meist keinen Puffertank, da er die Menge bei konstantem Druck automatisch anpasst. Für besondere Einsatzfälle ist aber auch der advanced Gasmischer mit Puffer erhältlich.
Pufferbehälter sind im Standard von 90 Liter bis 1000 Liter erhältlich.
Vorteile des Puffertanks:
– Ausgleich von Verbrauchsschwankungen
– Keine kontinuierliche Gasentnahme nötig
– Sofortige Verfügbarkeit von korrekt gemischtem Gas nach dem Einschalten
Nachteile:
– Jährliche Überprüfungspflicht
– Höhere Kosten
– Verzögerung bei Änderungen der Mischzusammensetzung
Die Stromversorgung für LT Gasmischer ist unkompliziert. Typische Anforderungen: L/N/PE AC 50/60 Hz, 230 V (±10 %), Leistungsaufnahme z. B. 23 VA. Größere Gasmischanlagen ab 400 Nm³/h benötigen je nach Steuerungsumfang und Zusatzkomponenten wie Gasvorwärmern oder Begleitheizungen gegebenenfalls einen höheren Stromanschluss. Die genauen Anforderungen werden im Rahmen der Projektierung festgelegt.
Die Standardgehäuse der LT Gasmischer sind grundsätzlich für die Außenaufstellung geeignet. Sie bestehen aus einem lackierten Stahlschrank mit abschließbarer Tür und Sichtfenster, staub- und spritzwassergeschützt nach Schutzart IP 54. Allerdings sollten sie vor Regen und Schnee geschützt werden, ein Dachüberstand oder eine einfache Überdachung wird empfohlen.
Für den Betrieb bei Minustemperaturen kann optional eine Schrankinnenbeheizung integriert werden. Größere Gasmischanlagen (ab 400 Nm³/h) werden häufig in isolierten Containern mit separater Kühlung und Heizung für den elektrischen Teil ausgeführt. Der Typ advanced ist für die Außenaufstellung meist nur mit Beheizung geeignet, während die Typen smart und comfort mit kundenseitigem Wetterschutz problemlos außen errichtet werden können.
Bitte teilen Sie uns die Umgebungstemperaturen und Gastemperaturen mit, damit wir die passende Lösung anbieten können.
Gasmischer in Betrieb nehmen – Inbetriebnahmeablauf, Kundenaufgaben & Steuerungstechnik
Die Inbetriebnahme durch LT GASETECHNIK findet statt, nachdem alle zu- und abführenden Leitungen bauseitig angeschlossen wurden und sämtliche Medien zur Verfügung stehen. Der Ablauf umfasst:
1. Überprüfung auf Dichtigkeit und Funktion
2. Inbetriebnahme mit realen Gasmengen
3. Verriegelungstests aller Sicherheitskreise
4. Test der Spülvorgänge sowie ggf. der Bypass- und Backup-Linien
5. Schulung der Mitarbeiter in Betrieb und Kontrolle der Anlage
6. Erstellung eines Inbetriebnahme-Protokolls mit eventuellen Restpunkten
Bei Gasmischern der Standardserie (smart, comfort) kann die Inbetriebnahme auch durch geschulte Partnerunternehmen mit Unterstützung von LT per Webkonferenz und VPN erfolgen.
Der Kunde übernimmt üblicher Weise bei der Installation folgende Aufgaben:
– Transport des Gasmischers vom Übergabepunkt zum Aufstellort
– Bereitstellung des Aufstellorts und Aufstellung der Anlage
– Auflegen der Strom- und Datenleitungen
– Verrohrung und Anschluss der Medien-Zu- und -Ableitungen
– Bereitstellung von Gasen und Strom einschließlich Kalibrierungsgasen (falls ein Gasanalysegerät vorhanden ist)
– Gegebenenfalls Verlegung von Ausblase- und Kondensatleitungen
Einige dieser Punkte können nach Absprache durch LT erbracht werden.
LT GASETECHNIK stellt bei Bedarf detaillierte Anschlusszeichnungen und eine Schnittstellenliste zur Verfügung.
Für Gasmischanlagen wird die Steuerung in einem separaten Schaltschrank montiert und meist mit einem lokalen Bediengerät (Touchscreen) sowie einer Anbindung an das zentrale Leitsystem ausgestattet. LT GASETECHNIK bevorzugt LT Standard oder Siemens-S7-Steuerungen. Fail-Safe-Lösungen bieten wir ebenfalls an.
Als Alternative zur teuren Siemens-Lösung bieten wir für kleinere Aufgaben bewährte Industrie-Steuerungen eines alternativen Herstellers an. LT setzt diese jährlich über 100 Mal in verschiedenen gasetechnischen Projekten ein. Ebenfalls kann die Verdrahtung auf Klemmleiste erfolgen, zur Ansteuerung über ein übergeordnetes Prozessleitsystem (PLS).
Ja, Optimierungen erfolgen typischerweise einige Wochen nach dem regulären Betriebsstart oder bei Bedarf sofort nach der Inbetriebnahme. Dabei werden die Regelstrategien überprüft und die Stabilität sowie Geschwindigkeit der Regelkreise optimiert. Auch Übergangsprozesse und das Überschwingverhalten werden analysiert und minimiert.
Diese Optimierungen können wahlweise per Fernzugriff über eine VPN-Verbindung oder vor Ort durch LT GASETECHNIK durchgeführt werden.
Gasmischer im laufenden Betrieb – Regelung, Sicherheit, Wartung & Schnittstellen
Gasmischanlagen von LT GASETECHNIK können optional mit einem Gasanalysator ausgestattet werden. LT GasAnalysator-Systeme nutzen Wärmeleitfähigkeitsdetektoren (WLD/TCD), nicht-dispersive Infrarotsensoren (NDIR) oder paramagnetische bzw. elektrochemische Zellen für die präzise, kontinuierliche Konzentrationsbestimmung von Gasgemischen. Diese Technologien ermöglichen die Messung brennbarer und nicht-brennbarer Gase in industriellen Anwendungen. Die GasAnalysator-Systeme von LT können WLD-, NDIR- und paramagnetische Sensoren auch kombinieren, um mehrere Gaskomponenten gleichzeitig zu erfassen.
WLD-Technik (Wärmeleitfähigkeitsdetektor): Der WLD misst die Differenz der Wärmeleitfähigkeit zwischen dem Messgas und einem Referenzgas. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Gase, deren Wärmeleitfähigkeit sich deutlich von der des Trägergases unterscheidet – beispielsweise Wasserstoff, Helium oder Ammoniak. Der WLD arbeitet langzeitstabil, wartungsarm und ist für einen breiten Konzentrationsbereich einsetzbar.
NDIR-Technik (nicht-dispersive Infrarotspektroskopie): Der NDIR-Sensor nutzt die charakteristische Absorption von Infrarotstrahlung durch bestimmte Gasmoleküle. Dieses Verfahren wird für Gase eingesetzt, die IR-aktiv sind, darunter Kohlendioxid (CO₂), Kohlenmonoxid (CO), Methan (CH₄), Schwefeldioxid (SO₂), sowie weitere Kohlenwasserstoffe. Die NDIR-Technik zeichnet sich durch hohe Selektivität und Empfindlichkeit aus und ermöglicht eine zuverlässige Messung auch bei niedrigen Konzentrationen.
Paramagnetische und elektrochemische Zellen: Beide Verfahren werden gezielt für die Sauerstoffmessung in Gasgemischen eingesetzt. Paramagnetische Sensoren nutzen die ausgeprägte paramagnetische Eigenschaft von Sauerstoffmolekülen und bieten eine hohe Selektivität bei schneller Ansprechzeit. Elektrochemische Zellen erfassen Sauerstoff über eine elektrochemische Reaktion und eignen sich besonders für die Überwachung niedriger O₂-Konzentrationen. Je nach Anwendung und gefordertem Messbereich wird das geeignete Verfahren ausgewählt.
Gasmischanlagen können ebenfalls mit Gasanalysatoren zur gezielten Brennwert- Heizwert- oder Wobbe-Index-Bestimmung ausgestattet werden. Das ermöglicht die Bestimmung des Verbrennungsluftbedarfs.
Der Betreiber gibt der Steuerung der Gasmischanlage den gewünschten Sollwert vor, und das Mischungsverhältnis wird automatisch eingestellt. Die Regelung erfolgt zunächst auf das berechnete Verhältnis und anschließend auf den gemessenen Istwert. Soll- und Istwerte können über eine bidirektionale Schnittstelle (Modbus, Ethernet o. Ä.) mit einer übergeordneten Steuerung oder einem Prozessleitsystem ausgetauscht werden.
Der reguläre Betrieb eines Gasmischers erfolgt kontinuierlich. Bei geringem Verbrauch (unter ca. 10 % der maximalen Mischgasleistung) schaltet der Mischer automatisch in den intermittierenden Betrieb um, die Taktung hängt vom verfügbaren Puffervolumen und dem aktuellen Gasverbrauch ab.
Die Mindestlaufzeiten zwischen Ein- und Ausschaltung unterscheiden sich je nach Typ:
– smart und comfort: Mindestens 10 Sekunden pro Arbeitszyklus
– advanced: Mindestens 1 Minute pro Arbeitszyklus
– Gasmischanlagen: Abhängig vom individuellen Konzept, typischerweise kontinuierlich
Mit Puffertank arbeiten statische Gasmischer typischerweise intermittierend, ohne Puffertank kontinuierlich.
Ja, das eingestellte Gasmischungsverhältnis bleibt nach dem Ausschalten und Wiedereinschalten unverändert erhalten. Bei statischen Gasmischern (smart und comfort) sind die Dosierventile rein mechanisch eingestellt und halten ihre Position. Der Typ advanced bietet darüber hinaus die Möglichkeit, verschiedene Rezepte im Steuerungssystem zu hinterlegen, sodass unterschiedliche Gaszusammensetzungen per Knopfdruck abgerufen werden können.
Die Zeit bis zur qualifizierten, stabilen Gasmischung hängt vom Gasmischer-Typ ab:
– smart und comfort: Nach der Einstellung dauert die Nachjustierung einige Minuten, abhängig von der Qualifikation des Bedienpersonals
– advanced und Gasmischanlagen: Sofort nach dem Einschalten – die elektronische Steuerung stellt die gewünschte Zusammensetzung automatisch ein
Bei SNG-Gasmischanlagen mit Schnellstart-Funktion ist aus dem Stand-by in unter 1 Minute die korrekte Gasmischung verfügbar. Ein Kaltstart mit Warmwasser-Verdampfern dauert ca. 30–45 Minuten, mit elektrisch beheizten Verdampfern ca. 10–20 Minuten.
Bei LT Gasmischern müssen die Eingangsdrücke der verschiedenen Gase nicht auf weniger als 3 bar Druck-Differenz beschränkt werden, anders als bei Wettbewerbsprodukten. LT Gasmischer verwenden Druckregler an jeder Gaseingangsleitung, die auch große Druckunterschiede zuverlässig ausgleichen.
LT Gasmischer für Stickstoff/Wasserstoff-Anwendungen verfügen über ein mehrstufiges Sicherheitskonzept: Domdruckregler in den Gaseinlassleitungen werden vom Trägergas (Stickstoff) gesteuert und sind normalerweise geschlossen. Bei einem Ausfall des Trägergases wird so eine unzulässige Anreicherung mit Wasserstoff sicher verhindert.
Zusätzlich ist in der Mischgas-Auslassleitung ein drucklos geschlossenes Ventil installiert, das zusammen mit den Domdruckreglern eine doppelte Sicherheit bildet. Der Typ advanced ist darüber hinaus mit einem Gaswarngerät ausgestattet, das bei Leckagen automatisch abschaltet.
LT Gasmischer bieten umfangreiche Vernetzungsmöglichkeiten. Standardmäßig enthalten (sofern ein Steuerungssystem oder Gasanalysegerät integriert ist): potenzialfreie Kontakte, digitale Ein-/Ausgänge, Relaisausgänge, Analog-Eingänge (0–10 V / 4–20 mA), Ethernet und USB-Anschluss mit Datenlogger.
Optional sind verfügbar: Modbus RTU, CANopen, TCP/IP, Profibus, ProfiNet, eigener Webserver, GSM-Modul für E-Mail-/SMS-Versand bei definierten Ereignissen sowie ein VPN-Modul für sicheren Fernzugriff zur Fehlersuche und Online-Support – auch hinter Firewalls. Diese Industrie-4.0-Fähigkeit unterscheidet LT Gasmischer deutlich vom Wettbewerb.
LT Gasmischer sind für minimalen Wartungsaufwand konzipiert. Folgende Arbeiten werden jährlich empfohlen:
– Sicherheitsventile auf Funktion prüfen
– Dichtheitsprüfung des gesamten Systems
– Filter wechseln (meist je einer pro Gaseinlass)
– Druckregler mit Wartungskit warten
– Kalibrierung des Gasanalysegeräts mit Null- und Kalibriergas
– Druckbehälter gemäß gesetzlichen Vorgaben prüfen
Ein legendäres Beispiel für die Robustheit: Ein 1972 gelieferter Gasmischer (Seriennummer 4) arbeitete 22 Jahre lang ohne jegliche Wartung oder Nachjustierung zuverlässig – das sind fast 200.000 Betriebsstunden ohne Unterbrechung.
Die Langlebigkeit von LT-Produkten ist ein wesentlicher Vorteil:
Typische Lebensdauer:
– Gasmischer Typ comfort und smart: Über 25 Jahre
– Domdruckregler: Über 30 Jahre
– Gasmischer Typ advanced: Erwartet über 15 Jahre
Lieferzeiten:
– Kompletter Gasmischer: 4–8 Wochen
– Domdruckregler und Druckregel-Systeme: Ab Lager verfügbar
– Gasanalysegerät: 4–6 Wochen
Die Verfügbarkeit lässt sich durch ein redundantes System weiter erhöhen: Alle Komponenten werden doppelt ausgeführt, sodass das Zweitsystem bei Ausfall sofort übernimmt.
LT Gasmischer werden gemäß umfassenden europäischen und nationalen Standards gefertigt und geprüft. Typische Konformitäts- und Genehmigungsnachweise umfassen:
– CE-Konformitätserklärung
– ATEX-Konformitätserklärung (für brennbare Gase in der EU erforderlich)
– Druckgeräterichtlinie (PED) – Konformitätserklärung und TÜV Modul G
– EMV- und Niederspannungsrichtlinie
– Design und Fertigung gemäß ISO 9001:2015
– DIN EN ISO 12100:2011-03 Sicherheit von Maschinen
– DIN EN ISO 13577, Industrielle Thermoprozessanlagen insbesondere Sicherheitsanforderungen für die Erzeugung und Anwendung von Schutz- und Reaktionsgasen
– DIN EN ISO 13849-1:2023-12 Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen
– DIN ISO/TR 14121-2:2013-02 Risikobeurteilung
Die Dokumentation umfasst Dichtheitstests, Druckprüfungen, Gasanalysegerät-Testzertifikate, Kalibrierungszertifikate, P&ID, Schaltpläne und Bedienungsanleitungen. LT GASETECHNIK ist zudem nach ISO 9001 und ISO 45001 zertifiziert.
Ja, LT GASETECHNIK bietet einen kostenlose Gasgemisch-Rechner, mit der die Gasmengen für statische Gasmischer der Typen smart und comfort berechnet und eingestellt werden können. Die Rechner ermittelt anhand der gewünschten Gaszusammensetzung und der Betriebsparameter die korrekten Einstellwerte für die Dosierventile. Sie lesen die berechneten Werte einfach an den Schwebekörper-Durchflussmessern ab und stellen sie präzise ein.
Diese Funktion ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Proportionalventil-Mischern, bei denen der Benutzer von der Werkseinstellung des Herstellers abhängig ist. Bei LT Gasmischern werden die tatsächlich fließenden Gasmengen jederzeit angezeigt und können reproduzierbar eingestellt werden. Der optionale Gasanalysator verifiziert und überwacht zusätzlich die Mischgasqualität im laufenden Betrieb.
LT GASETECHNIK verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der sicherheitstechnischen Auslegung von Anlagen für brennbare Gase und im Umgang mit Wasserstoff.
Konkret umfasst das Sicherheitskonzept: wasserstofftaugliche Armaturen und Elastomere, Ex-Schutzkonzepte für den mechanischen Bereich, integrierte Gaswarn- und Verriegelungssysteme sowie eine druckfrei schließende Doppelsicherheit durch Domdruckregler und Auslassventil. Bei Ausfall des Trägergases werden alle Gasleitungen automatisch abgesperrt.
Je nach Konzept empfiehlt LT für H₂-Installationen eine Gaswarnanlagen-Integration, die bei Leckage automatisch abschaltet. Auf Kundenwunsch kann die Gasmischanlage eine systematische Gefährdungsbeurteilung (HAZOP) erhalten und mit SIL-klassifizierten Sicherheitskomponenten gemäß EN IEC 61508 ausgestattet werden.
Der Gasmischer Typ comfort ist auf 25 barg ausgelegt, ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Typ smart mit maximal 10 barg. Diese höhere Druckstufe bietet mehrere praktische Vorteile: Der Pufferbehälter aus Edelstahl ist für 25 bar zugelassen, kaltzähe metallische Werkstoffe werden standardmäßig verwendet.
Darüber hinaus ermöglicht die 25-barg-Auslegung einen größeren Arbeitsbereich für den Ausgangsdruck (bis 22 barg), was in Anwendungen mit höheren Netzdrücken entscheidend sein kann.
Domdruckregler – Einsatzbereiche, Typen & Vergleich mit federbelasteten Reglern
Die Domdruckregler von LT GASETECHNIK (Typen LTD-1, LTD-2 und LTD-3) werden überall dort eingesetzt, wo eine präzise Gasdruckregelung ohne Verzögerung und ohne „Flattern“ benötigt wird – typischerweise hinter Gastanks, Gasbündeln oder Tankanhängern.
Technische Eckdaten:
– Gasarten: Sauerstoff, Wasserstoff, Propan, CO₂, Distickstoffmonoxid, Stickstoff, Argon, Helium sowie Luft und Flüssigkeiten
– Leistung: 1 bis 2.500 Nm³/h, je nach Gasart
– Betriebsdruck: Eingang 0,5–100 bar, Ausgang 0,1–70 bar; Hochdruckversion LTD-1 HD bis 400 bar
– Anschlüsse: 1″, 2″ oder 3″
– Materialien: Messing oder Edelstahl
Verfügbar auch als Variante mit Pilotdruckregler für noch höhere Genauigkeit und Stabilität im Gegendruck.
Domdruckregler sind federbelasteten Druckreglern in Steuerung und Genauigkeit deutlich überlegen. LT GASETECHNIK stellt ausschließlich Domdruckregler her und unterscheidet sich vom Wettbewerb durch die besonders große Domkammer, die eine überlegene Regelgenauigkeit erzielt.
Ein weiterer Vorteil: Druckregeleinheiten und Druckregelstrecken werden bei LT maßgeschneidert und zur jeweiligen Gasart und Gasdruck gefertigt. Die beiden führenden Gaserzeuger für technische Gase verlassen sich auf LT Produkte und führen diese in ihren Standard Zentrale Gasversorgung Katalogen.
Die nachhaltige Qualität des LTD-1 zeigt sich eindrucksvoll: Ein 35 Jahre alter Domdruckregler, der zur Wartung eingesandt wurde, verrichtet nach dem Einbau eines Wartungskits weiterhin zuverlässig seinen Dienst.
Die Domdruckregler von LT GASETECHNIK bieten fünf zentrale Vorteile:
1. Kein Flattern: Auch bei großen Eingangsdruckschwankungen sorgt die besonders große Domkammer mit ihrem kompressiblen Gasdruckspeicher für eine ruhige, stabile Regelung
2. Breites Leistungsspektrum: 1 bis 2.500 Nm³/h
3. Großer Arbeitsdruckbereich: Angepasste Druckbereiche für Niederdruck, Mitteldruck und Hochdruck
4. Kurze Lieferzeiten: Standardmodelle ab Lager verfügbar
5. Komplettlösungen: Montiert und getestet ab Werk – mit Bypass, Manometer, Pilotregler, Absperr- und Sicherheitsventil in individueller Konfiguration
Der bewährte Domdruckregler LTD-1 ist in verschiedenen Standardkonfigurationen lieferbar:
– Druckanzeige: Manometer für Eingangsdruck und/oder Ausgangsdruck
– Mit Pilotdruckregler: Eingebauter, reversibler, federbelasteter Pilotregler, gespeist mit Eingangsdruck – für einfache Einstellung per Handrad mit Ablesbarkeit am Manometer
– Pilotkammer mit Ausgangsdruck: Beaufschlagung der Pilotkammer mit dem Ausgangsdruck für höchste Stabilität im Gegendruck und automatischen Ausgleich temperaturbedingter Druckschwankungen
Verfügbare Anschlussgrößen sind 1″, 2″ und 3″ in Messing oder Edelstahl. Für Hochdruckanwendungen steht die Variante LTD-1 HD mit bis zu 400 bar zur Verfügung. Alle Konfigurationen werden maßgeschneidert zur jeweiligen Gasart und zum Gasdruck gefertigt und können als Teil von Komplettlösungen – montiert und getestet ab Werk – bestellt werden.
Gasmischer kaufen & einsetzen – Angebot, Lieferzeiten
Für eine schnelle Angebotslegung ist es hilfreich, wenn Sie uns eine Anfrage mit den wichtigsten Daten per E-Mail an mail@lt-gasetechnik.com senden.
Für Gasmischer und Gasmischanlagen benötigen wir folgende Angaben:
1. Eingangsdruck eines jeden Gases (min, norm, max)
2. Ausgangsdruck des Gasgemischs (min, norm, max)
3. Anteile des/der Zumischgase/s im Gasgemisch (jeweils min, norm, max)
4. Gasgemisch-Volumenstrom (min, norm, max)
5. Mit/ohne Gasanalysator(en)
6. Aufstellort (innen/außen; ex-Zone)
Für SNG-Anlagen sollten mindestens die folgenden Punkte beantwortet werden:
1. Wünschen Sie nur einen Gasmischer oder eine komplette Lösung mit Tank, Verdampfer und Gasmischanlage?
2. Wie hoch ist der zu ersetzende Erdgasverbrauch pro Monat [Nm³ oder kg] bzw. Energieverbrauch [kW]?
3. Wie hoch ist der Gasverbrauch pro Tag bzw. in der Spitze [Nm³/h]? Wie ist die Betriebsweise (24/7)?
4. Welcher untere Heizwert hat Ihr Erdgas bzw. welchen Wobbe-Index wünschen Sie?
Darüber hinaus sind Angaben zum Werksnetzdruck, zur gewünschten Gasmischung (Luft oder Stickstoff), zur Wasserstoff-Beimischung und zu Besonderheiten am Aufstellort hilfreich.
Die Lieferzeit hängt von der Komplexität des Projekts ab. Standard-Gasmischer aus den Serien smart, comfort und advanced sind innerhalb von 4 bis 8 Wochen lieferbar. Domdruckregler, Domdruckregel-Einheiten und -Strecken sind häufig ab Lager oder kurzfristig verfügbar. Kundenindividuelle Gasmischanlagen erfordern aufgrund des Engineering-Aufwands längere Vorlaufzeiten, die projektbezogen vereinbart werden. Für aktuelle Lieferzeiten empfehlen wir eine direkte Anfrage: mail@lt-gasetechnik.com
LT GASETECHNIK bietet umfassenden After-Sales-Service: Inbetriebnahme vor Ort oder per Fernzugriff, Schulungen für das Bedienpersonal, Wartungskits für die jährliche Eigeninstandhaltung, Kalibrierservice für Gasanalysegeräte sowie telefonischen Support und Remote-Diagnose über VPN. Für Gasmischer und Gasmischanlagen steht auch ein Vor-Ort-Optimierungsservice zur Verfügung. LT betreut Anlagen über die gesamte Lebensdauer – auch nach 15 oder 35 Jahren.
LT Gasmischer und Gasmischanlagen kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Zu den Hauptkunden zählen die Industriegasindustrie (Linde, Air Liquide, Praxair), die Glasindustrie (Pilkington, Saint-Gobain), die Metallverarbeitung (ThyssenKrupp, Aurubis), die Elektronikindustrie (Siemens, ABB), die Automobilindustrie (Mercedes, VW, Porsche, BMW), die chemische Industrie (BASF, Evonik) sowie Forschungsinstitute. Insgesamt hat LT GASETECHNIK über 2.000 Gasmischer-Referenzinstallationen in mehr als 35 Ländern weltweit realisiert.
LT Gasmischanlagen werden für eine Vielzahl industrieller Gasmischungen eingesetzt. Zu den häufigsten Kombinationen gehören:
– H₂/N₂ (Formiergas) – für die Metall- und Glasindustrie
– C₃H₈/Luft (SNG) – als Erdgassubstitut
– CO₂/Ar – Schweißgas für die Automobilindustrie
– N₂/Luft (Magerluft) – für die Kunstharz- und Chemieindustrie
– SO₂/N₂ und Cl₂/Ar – für Spezialanwendungen
– Erdgas/H₂ – zur Wasserstoff-Anreicherung für Testinstitute und die Energiewende
Darüber hinaus fertigt LT Gasmischanlagen für verschiedene C-Gase zur Erzeugung von Erdgas-Substituten für Prüfinstitute. Grundsätzlich gilt: Ob neutrale, brennbare, korrosive oder aggressive Gase – LT GASETECHNIK hat für nahezu jede Gasart eine bewährte Lösung.
Die Verfügbarkeit lässt sich durch verschiedene Maßnahmen steigern. Die wichtigste Option ist ein redundantes System: Alle Komponenten werden doppelt ausgeführt, und das zweite System übernimmt automatisch, wenn das erste ausfällt. Sollte die Gasversorgung für beide Gasmischer ausfallen, empfiehlt LT GASETECHNIK als letzte Rückfallebene eine Bündelversorgung mit fertig gemischtem Gas.
Eine Bypass-Leitung bietet zusätzliche Sicherheit: Sie springt rein mechanisch oder automatisch ein, wenn der Mischer ausfällt oder die Gasanalyse eine Abweichung meldet – typischerweise wird dann vorgemischtes Gas (Bündelversorgung) oder Neutralgas (z. B. Stickstoff) über ein Bypass-System bereitgestellt.
LT GASETECHNIK im Profil – Hersteller für Gasmischer, Druckregler & Sonderanlagen
LT GASETECHNIK bietet ein umfassendes Leistungsspektrum im Bereich technischer Gase – alles aus einer Hand. Dazu gehören Beratung, Konzept- und Detailplanung, Engineering sowie Design und Programmierung von Mess-, Steuerungs- und Automatisierungssystemen einschließlich Gasanalysetechnik. Die Herstellung, Prüfung und Inbetriebnahme der Systeme werden vollständig bei LT GASETECHNIK durchgeführt, ergänzt durch eine lückenlose Dokumentation mit CE-Kennzeichnung, Risikoanalyse und bei Bedarf SIL-Klassifizierung.
LT GASETECHNIK wurde 1971 gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit knapp 40 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz zwischen 2 und 5 Millionen Euro bei einem gesunden durchschnittlichen jährlichen Wachstum. Seit über 50 Jahren ist LT GASETECHNIK einer der weltweit führenden Hersteller von gasetechnischen Lösungen, mit mehr als 2.000 installierten Referenzanlagen in über 35 Ländern.
Das Unternehmen vereint umfangreiches Know-how in den Bereichen Gasanwendungen, Verfahrenstechnik, Elektrotechnik und Fertigung. Viele Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrung in der technischen Gasindustrie und bringen tiefgehendes Wissen zu Gas- und Thermoprozessen mit. Dieses breite Kompetenzspektrum ermöglicht es LT GASETECHNIK, maßgeschneiderte Lösungen für komplexe gasetechnische Anforderungen zu entwickeln – von der Beratung über das Engineering bis zur Fertigung und Inbetriebnahme.
LT GASETECHNIK ist Hersteller von technischen Gasanlagen zur Gasdruckregelung, Gasaufbereitung und Gasmischung im Leistungsbereich von 0,1 bis 10.000 Nm³/h. Alle Systeme werden schlüsselfertig geliefert – maßgeschneidert in Schränken, offenen Stahlrahmen oder Containern, je nach technischen Anforderungen und örtlichen Gegebenheiten.
Die Produktpalette umfasst:
– Gasmischer für Schutzgas, Formiergas, Schweißgas und Brenngasversorgung (Standard: 15 bis 500 Nm³/h)
– Gasmischanlagen für SNG-Erzeugung und Erdgassubstitution
– Domdruckregler (LTD-1, LTD-2, LTD-3) und Druckregelstationen
– Sicherheitsarmaturen für autogene Technik und Industriegase
– Gasanalyse mit IoT-Optionen
Sämtliche Systeme werden in Deutschland nach ISO 9001:2015 und Druckgeräterichtlinie gefertigt und bei Bedarf mit TÜV-Zulassung, ATEX-Konformität und SIL-konformer Gasanalyse geliefert.
LT GASETECHNIK steht für „beyond standards“, also Lösungen die über den Standard hinausgehen – maßgeschneidert, individuell und passgenau. Das zeigt sich in konkreten Vorteilen:
– Erfahrung mit verfahrenstechnisch anspruchsvollen Lösungen bei extremen Temperaturen, Drücken und korrosiven Gasen
– Industrie-4.0: Fernzugriff, Anbindung an Prozessleitsysteme, Gasmischer mit eigener Homepage
– Langlebige Qualität: Produkte im Einsatz über 30 Jahre – LT betreut Anlagen auch nach 15 Jahren weiter
Die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TcO) sprechen für LT: Robuste Konstruktion, einfache Wartung und lange Lebensdauer machen LT-Produkte wirtschaftlich überlegen.
„LT GASETECHNIK“ steht für „L+T GASETECHNIK Klöpper-Waldmann GmbH & Co. KG“, weshalb das Unternehmen vielen auch als „L + T“ (gesprochen „L und T“) bekannt ist. Heute kürzen wir dies zu LT, LTG oder LT GASETECHNIK ab. Nicht zu verwechseln mit LNT Gasetechnik, ein heute nicht mehr tätiger Markbegleiter.
Ursprünglich wurde die Firma 1971 nach ihren Gründern benannt: Ludewig + Tillmann Gasetechnik, was später zu L+T verkürzt wurde. Beide Gründer waren zuvor bei Witt Gasetechnik in leitenden Positionen tätig und brachten ihre Gasetechnik-Expertise in das neue Unternehmen ein.
Aktuelle Informationen, Neuigkeiten und Praxisbeispiele finden Sie auf unserem Blog. Dort veröffentlichen wir regelmäßig Beiträge zu technischen Themen wie Gasmischern, Druckregeltechnik und der Energiewende. Auf LinkedIn können Sie dem Unternehmensprofil von LT GASETECHNIK folgen, um über aktuelle Projekte und Branchenneuigkeiten informiert zu bleiben.
LT GASETECHNIK hat weltweit mehr als 2.000 Gasmischer-Referenzinstallationen in über 35 Ländern realisiert, von der Standardlösung bis zur hochkomplexen, kundenspezifischen Gasmischanlage. Hinzu kommen 250 kundenspezifische Gasmischanlagen, davon rund 90 mit Wasserstoff-Beimischung.
Zu den regelmäßigen Abnehmern gehören namhafte Industriegas-Unternehmen wie Linde (Rahmenvertragslieferant seit 2015), Air Liquide, Praxair/Nippon und Air Products. Weitere Kunden kommen aus der Automobilindustrie (Mercedes, VW, Porsche, BMW), der Glasindustrie (Pilkington, Saint-Gobain), der Stahlindustrie (ThyssenKrupp, Aurubis), der Elektronik (Siemens, ABB) sowie der Chemie (BASF, Evonik). Auch Forschungsinstitute wie das Gas- und Wärme-Institut Essen oder die TU München setzen auf LT-Technik.
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